Daniel Kötter / Hannes Seidl

Falsche Freizeit

 

Der elektronische Ruhestand ist laut. Fräsen, Löten, Sägen, Saugen, Schneiden und Schleifen: Die Geräusche scheinbar unkoordinierter Handlungen verdichten sich zu einer klar strukturierten Klangspur. Sounds von Maschinen werden zum Material einer elektroakustischen Komposition. Gerade eben erzeugte Klänge wandeln sich zu einer Sound Scape, die konkrete Handlungen in eine musikalische Form überführt.

Daniel Kötter und Hannes Seidl inszenieren vier ältere Herren in ihren Werkstätten, die auf die Bühne verlagert wurden. Dort gehen sie ihren Hobbys nach, die oftmals die Fortsetzung ihrer beruflichen Tätigkeiten sind oder einen Traum erfüllen für dessen Realisierung parallel zur Erwerbsarbeit keine Zeit zu finden war. Wodurch unterscheidet sich die Arbeit am Hobby von der Arbeit im Erwerbsleben?

Daniel Kötter und Hannes Seidl arbeiten seit 2009 an gemeinsamen Projekten. Seitdem haben sie sich mehrfach mit dem Verhältnis von Arbeit und Freizeit beschäftigt. Ihre Arbeiten werden national und international an Theatern, in Galerien und auf Festivals präsentiert. Zuletzt an den sophiensaelen (Berlin), beim Warsaw Autumn Festival, beim Oslo Ultima Festival und der Musikbiennale in Venedig.

 

Ort:

Spinnwerk (Centraltheater Leipzig)

Zeit:

Samstag, 22. September 2012 – 20.15 Uhr

 

Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Theater aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.